Starke Rauchentwicklung in der Bingertstraße – Brandbekämpfung und Menschenrettung realitätsnah trainiert

Einsatzübung Abrisshaus Bingertstr. 18.02.12Die starke Rauchentwicklung, die am Samstagnachmittag in Bereich der oberen Bingertstraße festzustellen war, stammte nicht von einem Brand und war auch nicht gesundheitsschädlich. Was gefährlich aussah, war tatsächlich sogar völlig harmlos: Mit Diskonebel und Effektlichtern wurde ein Kellerbrand in einem Abbruchgebäude simuliert, dem die Sonnenberger Feuerwehrmänner zu Leibe rückten. Kein einfaches, aber ein beherrschbares Unterfangen für die zwölf Einsatzkräfte, die mit dem LF 8/6 und dem TLF 8/18 an die Einsatzstelle kamen.

Trainingsziel war es, das im letzten Jahr modifizierte Vorgehen der Mannschaft bei Bränden in Gebäuden zu testen und die Koordination von Löschgruppenfahrzeug und Tanklöschfahrzeug auf den Prüfstand zu stellen.Einsatzübung Abrisshaus Bingertstr. 18.02.12 Letzteres war insbesondere deshalb interessant, weil seit der Stationierung des TLF 8/18 in Sonnenberg, dieses Tanklöschfahrzeug als zweites Fahrzeug zu einem Brand ausrückt und die Kräfte des Löschgruppenfahrzeugs mit Löschwasser, aber beispielsweise auch mit Atemschutzgeräten unterstützen soll. Weiteres Übungsziel war das Öffnen von Türen mit dem so genannten Halligan Tool – ein spezielles Werkzeug, das ein brachiales, aber auch schnelles Eindringen in verschlossene Räume ermöglicht.

Maximilian Abel, stellvertretender Wehrführer und Einsatzleiter, zog zum Übungsende ein positives Resümee. Die verschlossenen Türen konnten schnell geöffnet werden, die eingesetzten Trupps fanden sich trotz Nullsicht gut zurecht und konnten nach kurzer Zeit eine vermisste Person aus dem „brennenden“ Keller retten. Mit zwei C-Rohren und zwei Atemschutztrupps wurde das Feuer gelöscht und alle verrauchten Räume nach weiteren Personen abgesucht. Schwierig gestaltete sich die Kommunikation an der Einsatzstelle, Einsatzübung Abrisshaus Bingertstr. 18.02.12da der eingesetzte Überdrucklüfter die Brandräume und das Treppenhaus zwar zügig entrauchte, die Geräuschentwicklung an der kleinen Einsatzstelle aber eine Verständigung über Funk so gut wie unmöglich machte. Sehr positiv hingegen waren die Erfahrungen mit einer neuen Generation von Handlampen, die den Einsatzkräften leihweise zur Verfügung standen. Sie sind wesentlich handlicher, als die auf den Sonnenberger Einsatzfahrzeugen verladenen Scheinwerfer und machen Dank LED-Technik ein extrem helles Licht. Nach den guten Erfahrungen im Rahmen der Übung wird soll nun der Förderverein gebeten werden, die getesteten Lampen zu beschaffen.

Vielen Dank an die Firma Hauck & Partner, die die Einsatzübung in dem Abbruchgebäude unkompliziert ermöglichte und den Einsatzkräften aus Sonnenberg so ein lehrreiches und realitätsnahes Training ermöglichte.

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