Neue Wehrführung: Peter Kusch gibt nach 25 Jahren seine Ämter ab

Die neue Sonnenberger WehrführungDie Freiwillige Feuerwehr Wiesbaden-Sonnenberg hat seit der Jahreshauptversammlung am Freitag eine neue Wehrführung. Nach 25 Jahren als Wehrführer und Vorsitzender trat Peter Kusch nicht wieder für die beiden Ämter an. Maximilian Abel und Sebastian Stenzel führen nun die Geschicke der schlagkräftigen Wehr. Den Förderverein führen ab sofort Sven Pfeiffer und Björn Patzke.

Nach 25 Jahren im Amt kandidierte der 58-jährige Peter Kusch in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Sonnenberg am vergangenen Freitag nicht erneut für den Posten des Wehrführers und tritt in die zweite Reihe zurück. Seine Nachfolge tritt der 37-jährige Brandmeister Maximilian Abel an, der bereits seit 15 Jahren stellvertretender Wehrführer war und somit bestens auf das Amt vorbereitet ist. Seit 1989 ist der Anwalt Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Sonnenberg – zunächst in der Jugendfeuerwehr, seit 1995 in der Einsatzabteilung. Zum neuen stellvertretenden Wehrführer wurde der 27-jährige Löschmeister Sebastian Stenzel gewählt. Der Fotojournalist trat 1999 in die Jugendfeuerwehr Sonnenberg ein, 2006 folgte der Übertritt in die Einsatzabteilung. Seit 2008 ist er Jugendfeuerwehrwart – der Jugendfeuerwehr bleibt er als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart auch weiterhin erhalten.

In den Feuerwehrausschuss wurden neben Wehrführer und Stellvertreter die Beisitzer Timo Engels, Jan Johannbroer, Peter Kusch, Sven Pfeiffer und Johannes Tiebel gewählt. Als Vertreter der Ehren- und Altersabteilung wurde Karl-Heinz Götz wiedergewählt. Maximilian Roy als neuer Jugendfeuerwehrwart und Pia Johannbroer als Leiterin der Kindergruppe sind ebenfalls im Feuerwehrausschuss vertreten.

Der neue Feuerwehrausschuss

Der neue Feuerwehrausschuss der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Sonnenberg: v.l.n.r. Pia Johannbroer (Kindergruppenleitung), Peter Kusch (Beisitzer), Sebastian Stenzel (Stellv. Wehrführer), Sven Pfeiffer (Beisitzer), Maximilian Abel (Wehrführer), Johannes Tiebel (Beisitzer), Maximilian Roy (Jugendfeuerwehrwart), Timo Engels (Beisitzer) und Jan Johannbroer (Beisitzer). Nicht auf dem Foto: Karl-Heinz Götz (Vertreter der Ehren- und Altersabteilung).

Auch für den Posten des Vorsitzenden des „Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Sonnenberg“ stand Peter Kusch nicht mehr zur Verfügung. Dieses Amt beehrt Sven Pfeiffer. Björn Patzke wurde als sein Stellvertreter gewählt. Den Vorstand des Fördervereins bilden daneben Schriftführer Sebastian Stenzel, Kassenwart Bernd Kusch und die Beisitzer Timo Engels, Michael Götz, Niklas Kusch, Peter Kusch und Johannes Tiebel.

Der neue Vorstand des Fördervereins

Der neue Vorstand des „Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Sonnenberg“: v.l.n.r. Peter Kusch (Beisitzer), Björn Patzke (Stellv. Vorsitzender), Sebastian Stenzel (Schriftführer), Sven Pfeiffer (Vorsitzender), Johannes Tiebel (Beisitzer), Michael Götz (Beisitzer), Timo Engels (Beisitzer), Niklas Kusch (Beisitzer) und Bernd Kusch (Kassierer).

Dank und Anerkennung für Peter Kusch

2016011_JHV_FF42_me-4975Neben den Neuwahlen stand die diesjährige Jahreshauptversammlung aber ganz im Zeichen des scheidenden Wehrführers und Vorsitzenden Peter Kusch. Oberbürgermeister Sven Gerich dankte Kusch mit dem Hinweis „Wie die FF steht, ist dessen Verdienst, der vorne steht.“ für die tolle Arbeit und die tolle Mannschaft. Auch Harald Müller, Leiter der Feuerwehr Wiesbaden, dankte Kusch für das hervorragende Verhältnis und die Zusammenarbeit. Für seine hervorragenden Verdienste um das Feuerwehrwesen wurde er von dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor Lorenz Grebner mit dem Ehrenkreuz am Bande in Gold des Nassauischen Feuerwehrverbandes geehrt. Müller überreichte zudem einen streng limitierten Bembel der Berufsfeuerwehr und Ortsvorsteher Dr. Werner Jopp verlieh Kusch die Gerichtsmedaille Sonnenbergs. Besondere Ehrungen und Geschenke erhielt Kusch außerdem von den Mitgliedern aus Einsatzabteilung und Förderverein. 2016011_JHV_FF42_me-5015Neben einer Ehrenurkunde für 42 Jahre Mitgliedschaft – passend zur Stadtortkennzahl „42“ der Feuerwehr Sonnenberg – und sein herausragendes Engagement erhielt Kusch eine Zarges-Box als „Kiste Nr. 42“ gefüllt mit Wein, einen TLF-Bausatz und sein neues Einsatzfahrzeug „Florian Wiesbaden 42/01“: Einen Rollator mit Blaulicht.

Daneben standen zahlreiche weitere Ehrungen und Beförderungen an. Oberbürgermeister Sven Gerich und Amtsleiter Harald Müller beförderten Pia Johannbroer zur Feuerwehrfrau sowie Tom Johannbroer, Thorsten Hubl und Johannes Tiebel zum Feuerwehrmann. Timo Engels und Niklas Kusch wurden zum Oberfeuerwehrmann, Maximilian Roy und Jens Balze zum Hauptfeuerwehrmann sowie Sebastian Stenzel zum Löschmeister befördert. Im Namen des hessischen Innenministeriums verlieh Gerich das silberne Feuerwehrehrenzeichen am Bande für 25 Jahre pflichttreue Tätigkeit an Oliver Schneider und Maximilian Abel sowie das goldene Feuerwehrehrenzeichen für 40 Jahre pflichttreue Tätigkeit an Peter Kusch.

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Ehrungen und Beförderungen: v.l.n.r. Amtsleiter Harald Müller, stellv. Stadtbrandinspektor Lorenz Grebner, Sebastian Stenzel (Löschmeister), Peter Kusch (Goldenes Feuerwehrehrenzeichen), Niklas Kusch (Oberfeuerwehrmann), Pia Johannbroer (Feuerwehrfrau), Maximilian Roy (Hauptfeuerwehrmann), Thorsten Hubl (Feuerwehrmann), Jens Balze (Hauptfeuerwehrmann), Maximilian Abel (Silbernes Feuerwehrehrenzeichen), Tom Johannbroer (Feuerwehrmann), Oliver Schneider (Silbernes Feuerwehrehrenzeichen), Johannes Tiebel (Feuerwehrmann), Timo Engels (Oberfeuerwehrmann) und Oberbürgermeister Sven Gerich.

Hoher Ausbildungsstand

2016011_JHV_FF42_me-4968Zu Beginn der Versammlung hatte Wehrführer Peter Kusch das zurückliegende Jahr resümiert. 29 Einsätze mussten von den Sonnenberger Feuerwehrfrauen und -männern bewältigt werden: 15 Brände, zwei Hilfeleistungen, vier Wachbesetzungen, sechs Blinde Alarme und ein Flüchtlingshilfeeinsatz. „Die Einsatzzahlen seien geringer als im Vorjahr, da es in 2015 kein Hochwasser oder größeres Unwetter gegeben hat“, berichtet Kusch. Besonders stolz war er auf den hohen Ausbildungsstand: „Die große Anzahl an Atemschutzgeräteträgern sucht seinesgleichen in Wiesbaden. 28 ausgebildete Geräteträger finden sich unter den 30 Aktiven“. Daneben verfügt die Sonnenberger Wehr über neun Zug- und Gruppenführer, 18 Maschinisten und 20 Motorkettensägenführer. „Wenn Du Sonnenberg alarmierst, bekommst Du alles was Du brauchst“, ergänzt Kusch in Richtung von Amtsleiter Harald Müller.

2016011_JHV_FF42_me-4982Jugendfeuerwehrwart Sebastian Stenzel berichtete von den Aktivitäten der acht Jungen und Mädchen der Sonnenberger Jugendfeuerwehr. Neben den wöchentlichen Übungsdiensten beteiligten sich die Jugendlichen am „Shell Safety Day“ an der Tankstelle in der Sonnenberger Straße, den beiden Festen „Sonnenwendfeuer“ und „Tag der Feuerwehr“ des Fördervereins und begleiteten die beiden Sankt-Martinszüge in Sonnenberg. Pia Johannbroer berichtete als Leiterin der Kindergruppe von der weiterhin erfreulichen Mitgliederentwicklung. 18 Mitglieder und eine prall gefüllte Warteliste zählt die Kinderfeuerwehr. In den zweiwöchigen Treffen stand das spielerische Heranführen an die Arbeit der Feuerwehr sowie das Vermitteln des Feuerwehrteamgeists und die Brandschutzerziehung im Mittelpunkt. Daneben präsentierten die Kinder ihr Können mit einer Löschübung am Sonnenwendfeuer und nahmen unter dem Motto „1-1-2 in der Nacht“ ein eigenes Lied samt Musikvideo auf.

2016011_JHV_FF42_me-4985In der Jahreshauptversammlung des „Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Sonnenberg“ berichtete Vorsitzender Peter Kusch von den Aktivitäten des Vereins im Jahr 2015. Wie in den Jahren zuvor besuchten die Mitglieder und Freunde des Fördervereins die Kosumsitzung des Sonnenberger Fastnachtvereins „Die Sonnenberg Käuzcher“. „Kostümiert als Schornsteinfeger, die so genannten „Heißen Feger“, sorgten wir wieder einmal für Stimmung im Saal“, berichtete Kusch.

Das augenscheinlich schönste Sonnenwendfeuer wurde am 20. Juni auf der Segelflieger entzündet. Seit über vier Jahrzehnten wird das Feuer vom Förderverein aus Anlass der Sommersonnenwende organisiert. Neben Gegrilltem vom Holzkohlerost und kühlen Getränken war Abwechslung für die Kinder garantiert, bevor der vier Meter hohe Holzstoß bis zum nächsten Morgen brannte und so die kürzeste Nacht des Jahres quasi zum Tag machte. Am 29. August lud der Förderverein wieder zum „Tag der Feuerwehr“ an das Feuerwehrhaus am Hofgartenplatz ein. Ein abwechslungsreiches Programm erwartete die Besucher: Löschfahrzeug- und Geräteausstellung, Vorträge zu Brandgefahren, ökumenische Feuerwehrandacht, Kinderübung, Strahlrohrvorführung und Fackelnacht. Zum Jahresabschluss lud der Förderverein schließlich die Aktiven der Einsatzabteilung und die Helfer der Veranstaltungen in die Gaststätte Schützenhaus im Goldsteintal.

Fotos: Wiesbaden112.de

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