Die Feuerwehr Sonnenberg lud zur Kerb in die „Straußwirtschaft zur Feuerwache“ ein

Zur Sonnenberger Kerb waren bereits ab Freitag die Fahr- und Amüsiergeschäfte auf dem Hofgartenplatz geöffnet und die Spvgg Sonnenberg lud am Freitagabend zum Jazz im Burggarten.

Richtig los mit der Kerb ging es dann jedoch am Samstagnachmittag ab 15.00 Uhr. Mit einer gut besuchten ökumenischen Kerbeandacht vor den Toren des Feuerwehrhauses wurde die Kerb bei der Feuerwehr Sonnenberg eröffnet. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch das Bläserenemble und den gemeinsamen Kirchenchor begleitet. Im Anschluss daran lud dann der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Sonnenberg für die nächsten zwei Tage in die „Straußwirtschaft zur Feuerwache“ zum Verweilen ein. Bei Prachtwetter fand der von den Mitgliedern und Freunden des Fördervereins selbstgebacken Kuchen reißenden Absatz. Zum Abend hin kamen immer mehr Gäste in den idyllischen Biergarten direkt vor dem Feuerwehrhaus. Gegen 18:00 Uhr war die Straußwirtschaft bis auf wenige Plätze voll besetzt. Dem geselligen Beisammensein in der Abendsonne stand nun nichts mehr im Wege. Das reichhaltige Speisen- und Getränkeangebot wurde gerne angenommen, die Helfer am Grill und am Getränkestand hatten alle Hände voll zu tun bis die letzten Gäste gegen Mitternacht gegangen waren.

Ärgerlich: Unbekannte richteten in der Nacht zum Sonntag erheblichen Schaden an. Um die Kerbemutter zu klauen, waren ihnen alle Mittel recht: Nachdem die Täter die Kerbemutter weder erreichen, noch ihre Befestigung lösen konnten, wurde der Kerbebaum kurzer Hand abgesägt. Damit nicht genug, zerstörten die Täter auch noch ein Pavillionzelt und verursachten damit einen erheblichen Sachschaden. „Streiche und Scherze gehören zur Kerb dazu“, meint der Vorsitzende des Fördervereins Peter Kusch. „Bei Vandalismus hört der Spaß auf. Solche Aktionen schaden dem Verein – das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder wird mit Füßen getreten“. Der Vorstand des Fördervereins erstattete am nächsten Morgen Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei.

Aber auch ohne Kerbemutter ging die Kerb am Sonntagmorgen weiter. Allerdings war das Wetter der Kerb zunächst nicht sehr wohl gesonnen: Heftige Regenschauer und Platzregen hielten den ganzen Vormittag und Mittag an. Zum Glück waren Sonnenschirme und Pavillionzelte aufgebaut und sorgten für einige trockene Plätze. So ließen sich dann auch einige treue Kerbebesucher nicht vom Wetter abhalten und ließen sich die Kerbespezialität, Haspel oder Wellfleisch mit Sauerkraut schmecken. Lag es an den leergegessenen Tellern oder daran, dass sich niemand die Launen verderben ließ: Ab dem frühen Nachmittag hörte der Regen auf und sogar die Sonne kam wieder zu Vorschein. So zog es dann doch noch den einen oder andern in die Straußwirtschaft. Auch wenn es nicht ganz so voll war wie am Tag zuvor, tat das der Stimmung keinen Abbruch.

Mit dem Erlös dieser Veranstaltung fördert der Verein den Brandschutz in Sonnenberg. Wie in den letzten Jahren auch wird unter anderem durch die Beschaffung von neuen Gerätschaften die Ausstattung und Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden Sonnenberg durch den Förderverein deutlich verbessert. Mit Ihrem Verzehr von Speisen und Getränken bei der Kerb unterstützen die Besucher der Straußwirtschaft die Tätigkeit des Fördervereins und helfen damit auch der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Sonnenberg.

Um den Bezug zwischen Förderverein, der Kerb und der Feuerwehr deutlich zu machen, stand der Sonntagnachmittag dann ganz im Zeichen der Feuerwehr. Bei einer kleinen Fahrzeugausstellung neben der Straußwirtschaft konnte, außer den beiden in Sonnenberg stationierten Fahrzeugen, auch ein großes Tanklöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr bestaunt werden. Viele Kinder Nutzten die Gelegenheit mal in einem echten Feuerwehrfahrzeug sitzen zu dürfen. Auch waren einige Gerätschaft, angefangen von einer Tragkraftspritze bis hin zu verschiedenen Strahlrohre ausgestellt. Bei einer kleinen Schauübung zeigten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, unterstützt von einigen jüngeren Aktiven, ihr Können. Hierzu wurde sogar ein „richtiges“ Feuer entzündet.

In den späten Abendstunden klang die Kerb bei der Feuerwehr dann aus. Mit der Erinnerung an eine wieder erfolgreich verlaufene Kerb wurde noch bis in die Nacht hinein die Straußwirtschaft von den Aktiven der Einsatzabteilung abgebaut – es musste ja wieder alles einsatzbereit sein!

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