Ein Feuer beendet die Nachtruhe – 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr Sonnenberg

Es ist 07:00 Uhr, als der Alarmgong die Nachtruhe am Sonntagmorgen beendet. „Einsatz für die Feuerwehr Sonnenberg“, tönt es aus dem Lautsprecher. Die 18 Jugendlichen, die auf Feldbetten im Unterrichtsraum der Freiwilligen Feuerwehr liegen, springen auf. Rein in die Einsatzklamotten und rauf auf die Fahrzeuge. Mit Blaulicht setzt sich der Löschzug samt Rettungswagen in Bewegung. Am Schuki-Haus der Konrad-Duden-Schule angekommen, lodern die Flammen bereits lichterloh. Der brennende Unrat droht auf weitere Mülltonnen überzugreifen. Schnell werden Schläuche ausgerollt und das Wasser aus den Strahlrohren hat das Feuer schnell gelöscht. Ein Verletzter wird vom Rettungsdienst behandelt.

Damit liegen nun zwölf Einsätze hinter den Jugendlichen zwischen zehn und 17 Jahren. 24 Stunden lang haben sie den Alltag der Berufsfeuerwehr nachempfunden. Doch nicht nur Einsätze – von der Tierrettung, über medizinische Notfälle, eine Personensuche, die Reinigung des Bachlaufs am Hofgartenplatz, einem Verkehrsunfall und mehreren Bränden – mussten die Nachwuchskräfte bewältigen, auch Fahrzeugpflege, Dienstsport und Bereitschaftszeit standen auf dem Dienstplan.

Für die 15 Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Sonnenberg und die drei Jugendlichen der Johanniter Jugend ist die 24-Stunden-Übung, auch Berufsfeuerwehrtag genannt, sicherlich das Highlight im Jahr. Hier können sie ihr wöchentlich trainiertes Wissen als Team unter Beweis stellen.

Die Jugendfeuerwehrwarte Niklas Kusch und Svenja Baum zeigen sich zufrieden und erleichtert. Die wochenlange Planung und Vorbereitung hat sich gelohnt. Gemeinsam mit zahlreichen Helfern und Unterstützern aus der Einsatzabteilung und den Eltern, aber auch der Freiwilligen Feuerwehren Rambach und Nordenstadt, dem Technischen Hilfswerk, der Feuerwehr Wiesbaden, der Stadt Wiesbaden und einigen mehr konnte den Jugendlichen ein spannendes Wochenende bereitet werden, das sie sicherlich so schnell nicht vergessen werden.

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